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Fläche:
ca. 650 ha, 2 Bereiche, 4 Großlagen, 28 Einzellagen
Trauben:
Portugieser, Kerner, Bacchus, Traminer, Müller-Thurgau, Silvaner, Weißburgunder, Riesling
Lage:
in den Tälern von Saale und Unstrut
Klima:
Jahresmitteltemperatur über 9 Grad Celsius bei geringer Niederschlagsmenge
Böden:
Buntsandstein, Muschelkalk
Saale-Unstrut und Sachsen: Bis vor wenigen Jahren tauchten diese kleinen Regionen noch auf keiner Weinlandkarte auf. Der Grund war einfach. Es handelt sich um Weinbaugebiete der ehemaligen DDR. Niemand aus dem Westen kam nur wegen des Weines. Im Vordergrund stand Quantität statt Qualität. Trotzdem war die erzeugte Menge nicht groß. Beide Regionen sind winzig: Saale-Unstrut mit 390 Hektar, Sachsen mit 300 Hektar. In beiden Fällen zeigten sich die Anbauflächen in einem ziemlich herunter gekommenen Zustand. Doch dann setzte nach der Wiedervereinigung ein riesiger Zustrom von Beratern ein. Die Erfolge sind bereits heute sichtbar.
Viel Wein wird hier allerdings immer noch nicht erzeugt. Die Erträge mögen mit 30 bis 40 hl/ha sehr niedrig erscheinen, doch sind sie aus den falschen Gründen niedrig - nicht weil ein ehrgeiziger Weinbauer die minderwertigen Trauben aussortiert, sondern weil zu viele Rebstöcke eingegangen sind. Mit Hilfe von Investitionen werden die Erträge sicher ansteigen, doch da die Rebstöcke immer noch in der Art von malerischen, schmalen Terassen angepflanzt werden, werden hier die Erträge ohnehin wahrscheinlich nie besonders hoch werden.
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