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Fläche:
ca. 3200 ha, 1 Bereich, 11 Großlagen, 129 Einzellagen
Trauben:
Riesling, Blauer Spätburgunder und etwas Müller-Thurgau
Lage:
beginnend am Untermain südlich von Wiesbaden rechtsrheinisch bis Lorchhausen nördlich von Rüdesheim
Klima:
Vom Taunus geschützt, milde Winter und warme Sommer, Temperaturmittel 10 Grad
Böden:
tiefgründige, meist kalkhaltige Böden aus Sandlöß oder Löß. Schiefer, Quarz, Kiesel und Sandstein; Phyllitschiefer für die Rotweine
Rheingau:
Der Rheingau ist das größere der beiden Weinanbaugebiete im deutschen Bundesland Hessen und erstreckt sich zwischen Frankfurt zu beiden Seiten des Mains und überm Rheinknie durch die rechtsrheinischen Hänge bis Assmannshausen und Lorch / Lorchhausen.
Seine 28 Gemarkungen umfassen 129 Einzellagen (davon 4 Ortsteile). Den einzigen Bereich bilden 11 sogenannte Großlagen:
Bereich Johannisberg
Die Rheingauer Rieslingweine präsentieren sich - durch Boden und Klima begünstigt - in einer nuancenreichen Geschmacksskala: die ätherischen, fast spritzigen im Lorcher Raum; die blumigen, oft von besonderer Eigenart geprägten im Umkreis von Hochheim; die fülligen, nachhaltigen und saftigen des oberen Rheingaues; die rassigen, eleganten der Hanglagen des mittleren Rheingaues. Alle variiert durch das jeweilige Jahrgangsklima und auch heute noch geschmacklich vollendet durch den Kellerausbau im Stück- oder Halbstückfass, oft erst nach mehrjährigem Flaschrenlager.
Besondere Erwähnung verdient das rote i-Tüpfelchen über der Gleichung Rheingau = Riesling: der Spätburgunder.
1470 ist sein erster Anbau in Hattenheim bezeugt, und es liegt nahe, daß die in dieser Gemarkung wirkenden Zisterzienser von Eberbach die Sorte aus der brugundischen Heimat ihres Ordens mitgebracht haben.
Wegen der besonderen Bodeneignung - violetter Phylittschiefer - ist seit 1507 Assmannshausen der Kristallisationspunkt des Spätburgunder-Anbaus.
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